3D_Vorstellung Darstellende Geometrie Axonometrie

Dimetrie

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Die Dimetrie wird in zwei (Di-) unterschiedlichen Maßstäben auf den Achsen dargestellt und um 7° gedreht. Die parallel zur Bildebene liegenden Körperkanten werden im Maßstab 1:1 abgebildet und in die Tiefe gehende Körperkanten werden um die Hälfte verkürzt.
Die Grundriss- und die Frontaldimetrie sind Sonderformen der Dimetrie.
 
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Die Frontaldimetrie (auch Kavalierperspektive genannt) basiert auf einer bestehenden Ansicht, der in die Tiefe gehende Körperkanten hinzugefügt werden. Aus optischen Gründen wird die Länge der in die Tiefe gehenden Körperkanten halbiert.
Vorteil: Längen- und Formtreue im Aufriss! (der Aufriss kann original genutzt und gelesen werden)
Nachteil: unter Umständen ist die betonte Vorderansicht nicht vorteilhaft
 
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Die Grundrissdimitrie (auch Militärprojektion oder Architekturperspektive genannt) ist wohl die einfachste Art, eine 3D-Darstellung herzustellen. 
Der Grundriss wird um einen beliebigen Winkel gedreht (die Originalwinkel und -maße im Grundriss bleiben erhalten!) und die Vertikalen werden maßstabsgerecht mit ihrer wahren Länge oder bis zu einem Drittel verkürzt angetragen.
Vorteil: Längen- und Formtreue im Grundriss! (der Grundriss kann original genutzt und gelesen werden)
Nachteil: unter Umständen ist die betonte Draufsicht nicht vorteilhaft
 
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Architekt / Entwurfsingenieur: Sir Norman Foster

Baujahr: 1987 - 91

Lage / Ort: London, Stanstad Airport

Quelle: Philip Jodidio: Sir Norman Foster

Axonometrien eignen sich besonders gut für Explosionsdarstellungen, da, wie im Beispiel links, einzelne Elemente parallel verschoben werden können. So verdecken sich die Teile nicht gegenseitig und lassen ihre räumlichen Bezügen doch deutlich werden.
Ein Gebäude läßt sich so sehr leicht in seine Geschosse oder Strukturen zerlegen, um dreidimensionale Zusammenhänge transparent werden zu lassen.
Diese Art der Darstellung hat ausserdem einen stark dynamischen Charakter und wird darum auch gern für die Illustration von Abläufen genutzt, wie zum Beispiel Montagen oder Bauphasen.
 
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Bauherr: D.E. Shaw Company

Architekt / Entwurfsingenieur: Steven Holl

Baujahr: 1991-92

Lage / Ort: New York

Quelle: Philip Jodidio: Contemporary American Architects II

In diesem Beispiel wurde die Frontaldimetrie für die Abbildung gewählt, da sich hier Schnitt und räumliche Darstellung vereinen lassen. Der Schnitt gibt alle Maße unverzerrt wieder, hätte jedoch ohne die Axonometrie kaum Aussagen zur Wirkung dieser aufwendigen Konstruktion für die indirekte Farbgebung.


Im Beispiel unten wurde die Grundrissdimetrie benutzt, um die äussere Form des Hauses in der betonten Draufsicht zu zeigen. Andererseits eignet sich die Darstellung auch besonders gut, die Grundrissebenen im Inneren offenzulegen, da sie maßstäblich und unverzerrt abgebildet werden.
 
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Architekt / Entwurfsingenieur: Peter Forbes

Baujahr: 1991 - 93

Lage / Ort: House on Mount Desert Island, Main

Quelle: Philip Jodidio: Contemporary American Architects II

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      von KI-SMILE: B. Hampel-Chikalov
2003-07-10 14:32:08

ki-smile@fh-potsdam.de