Diplomarbeiten Brückenschwingung

Modellierung der finiten Elemente

Anmerkungen zur Entwicklung des FE - Rechenmodells

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Das Berechnungsmodell der Fußgängerbrücke zur Simulation des dynamischen Verhaltens musste, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu ermöglichen, ein realistisches Abbild des tatsächlichen Tragverhaltens darstellen.
Insbesondere müssen die Tragwerkssteifigkeiten und -massen sowie die Tragwerkslagerungen hinreichend genau erfasst werden, um die Modalgrößen (Eigenformen und Eigenfrequenzen) realitätsnah errechnen zu können. Die Dämpfungsparameter sind im Zuge einer solchen rechnerischen Bestimmung nicht zu ermitteln. Hierzu muss eine Auswertung der Messergebnisse erfolgen.
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Hohlkastenquerschnitt modelliert als Biegestab 

Die Querschnittswerte der einzelnen Bauteile wurden nach den Abmessungen der Werkpläne in das FE - Programme übernommen.
Die Deck- und Bodenbleche der Brückenquerschnitte wurden über den gesamten Querschnitt als mittragende Bleche angenommen, um die Steifigkeiten und Verformungen genauer zu erfassen. Dieses ergibt erhöhte Querbiegesteifigkeiten der Querträger, Längsrippen und Hauptträger gegenüber der DIN 18809.
In der Dynamik verhalten sich die Verformungen im Mittel über den Gesamtbrückenquerschnitt gleichmäßig. Eine Modellierung der Querträger nach den mittragenden Gurtbreiten entsprechend der DIN würde zu einer geringeren Gesamtsteifigkeit des Brückenüberbaus und niedrigeren Eigenfrequenz führen.
Ziel der Modellierung des Tragwerkes war es, bei einer möglichst weitgehenden Vereinfachung des Bauwerkes zur Eingabe der Struktur, möglichst wenige Informationen zu verlieren.
Auf die räumliche Geometrie der Bauteilachsen wurden die Bauteile als räumliche Biegestäbe bzw. Schalenelemente mit biegesteifen Anschlüssen modelliert. Die Seile wurden als räumliche Fachwerkstäbe definiert.
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FE-Rechenmodell:
- räumliche Biegestäbe (beam3D)
- Schalenelemente (shell) - Gehweg
- Fachwerkstäbe (truss3D) - vollverschl. Spiralseile
Da Torsionseigenformen in der rechnerischen Analyse ebenfalls zu ermitteln sind, müssen Lasten entsprechend dem realen Tragwerk über den Tragwerksquerschnitt verteilt angeordnet werden. Im Modell wird der Stahlhohlkasten durch Längsstäbe in dessen Schwerpunkt abgebildet und die entsprechenden statisch wirksamen Querschnittswerte zugewiesen (s. oben). Dadurch werden Verbindungsstäbe mit einer sehr hohen Biegesteifigkeit benötigt, die ausgehend von den Längsstäben (Hohlkasten) an die Querträger angeschlossen werden. Die Modellierung des Gehweges erfolgte als Trägerrost mit Schalenelementen auf den Quer- und Längsträgern. Die Masse des Gehwegbelages wird gleichmäßig über die Schalenelemente aufgebracht. Die Stahltragwerksmassen werden über die Querschnittsdichte definiert. Mit dieser einfachen Modellbildung wurden realitätsnahe Ergebnisse erzielt.
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      von Ulrike Wagner
2004-01-23 10:18:00

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