Historische Hängebrücken - J. A. Röbling Weitere Projekte

Buchveröffentlichung

Arbeitstitel: Der junge Röbling

Diese Veröffentlichung ist als ein Gemeinschaftsprojekt von fünf Autoren geplant, die sich mit verschiedenen Aspekten der frühen Röblingschen Arbeiten, des Hängebrückenbaus, des Bildungswesens und der Frühindustrialisierung in Preußen beschäftigen. Es enthält u. a. die Veröffentlichung der Röblingschen Ausarbeitung zu einer „Hängebrücke über die Ruhr bei Freienohl“.

An der Bearbeitung sind beteiligt:

Prof. Berthold Burkhardt, Institut für Tragwerkslehre TU Braunschweig
Prof. Dr. Eberhard Grunsky, Westfälisches Amt für Denkmalpflege
Dr. Nele Güntheroth, Stiftung Stadtmuseum Berlin
Prof. Dr. Andreas Kahlow, FH Potsdam FB Bauingenieurwesen,
Prof. Dr. Michael Mende, HBK Braunschweig

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Der junge Röbling. Hängebrückenprojekte von Freienohl bis zur Brooklyn - Bridge.

Johann August Röbling (1806-1869) war einer der größten Ingenieure des 19.Jahrhunderts. Er erfuhr seine Ausbildung in Deutschland in einer Zeit, als die Bautechnik ihre wissenschaftlichen Grundlagen erhielt. Die spektakuläre Wirkungsgeschichte von Röbling führte in den U.S.A. nicht nur zur Weiterentwicklung des Hängebrückenbaus, der von dort ausgegangen war, sondern gab auch der Drahtseilindustrie starke Impulse. Die Entwicklung dieses Industriezweiges ist in den U.S.A. ganz besonders mit seinem Namen verbunden.
Angeregt durch die Erfolge des Hängebrückenbaus kam es immer wieder zur Beschäftigung mit Johann August Röbling. Es fällt jedoch auf, daß sein späteres Wirken bisher kaum mit dem Bezug auf seine berufliche Entwicklung als junger Mann betrachtet wurde. Diese Lücke soll die vorgeschlagene Publikation füllen.
Ein erst vor kurzem von Prof. Dr. Eberhard Grunsky aufgefundenes Entwurfsmanuskript einer Hängebrücke aus dem Jahre 1828 bildet den Anlaß der Veröffentlichung. Johann August Röbling hatte vor seiner Auswanderung im Jahre 1831 in Westfalen Hängebrücken über die Ruhr und die Lenne geplant. Ausgeführt wurden sie nie. Trotzdem bilden sie den Anfang einer langen Folge bedeutender Ingenieurbauten, die mit dem Entwurf der Brooklyn – Brücke in New York ihren Höhepunkt findet.
Fünf Beiträge beleuchten jeweils unterschiedliche Seiten der Röblingschen Wirkens und bringen damit Aspekte ein, die über die lokale Bedeutung seines Wirkens weit hinausgehen: es werden Industrie, Bildungswesen, Stand der Technik in der Hängebrückenkonstruktion ebenso wie die neuen Strukturen der Bauverwaltung und die geistige Zeitsituation im preußischen Einflußbereich deutlich. Die vorhandenen Unterlagen, Konstruktionsbeschreibungen, Studiennachschriften, Ausgabenjournale, Briefe usw. verdanken ihre Aussagekraft einer bemerkenswerten großen Energie und Akkuratesse, mit der Röbling sein Leben schon in jüngeren Jahren „verwaltet“ hat. Für den Übergang der „Alten Welt“ in das Zeitalter der Industriegesellschaft ist die Darstellung des bisher unbekannten Wirkens von Röbling sehr aufschlußreich. Die inhaltliche Koordinierung der Veröffentlichung erfolgt in Zusammenarbeit der Fachhochschule Potsdam mit dem Westfälischen Denkmalamt.

Veröffentlichung 2006, ca.120 Seiten

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      von Göran Werner
2005-02-19 20:39:37

ki-smile@fh-potsdam.de