| | Wind ist eine Naturgewalt, die nicht ständig auf ein Bauwerk wirkt. Man unterscheidet folgende Wirkungsrichtungen: - Winddruck und Windsog. In der Norm werden Gebäude in windgeschützte Bereiche (LEE) und windangeströmte Bereiche (LUV) eingeteilt und untersucht.
Aus experimentellen Versuchen wurde erkannt, dass die Wirkung des Windes von dessen Stärke (Staudruck in Abhängigkeit der Windgeschwindigkeit) und von der Gebäudeform abhängig ist.
Niedrige Gebäude werden vom Wind nicht ganz so stark angeströmt wie hohe Gebäude. Das wird in der Berechnung zugrunde gelegt.
Erst vor etwa 120 Jahren begannen Ingenieure das Wissensgebiet des Windes und der damit zusammenhängenden Luftströmung zu erforschen bzw. bei ihren Planungen zu beachten. Zuvor wurde oft die Windkraft unterschätzt. Das führte dazu, dass das Auftreten von Stürmen allein oder in Verbindung mit anderen ungünstigen Einwirkungen Schäden oder Zerstörung von Bauwerken verursachte.
Heute ist der Lastfall ein wesentlicher Bestandteil bei der Bemessung von Gebäuden. Häufig kommt die Lastkombination Wind und Schnee zum tragen. Beim Nachweis von Verbindungsmitteln ist ebenfalls der Wind, in Form von Windsog nicht zu unterschätzen. Ziel der Beachtung des Lastfalls Wind ist auf jeden Fall sturmsichere Gebäude als Zufluchtsort zu schaffen.
Genaue Berechnungshinweise können der DIN 1055-4 entnommen werden. |