Die Ermittlung der Biegezugfestigkeit erfolgt an einem balkenförmigen Probekörper (Breite und Höhe je 150 mm, Länge 700 mm). Die beiden Lasten (F/2) greifen in den Drittelspunkten der Stützweite l an. Die Stützweite ist nicht gleich der Nennlänge (Stützweite l = Nennlänge - 100 mm = 700 - 100 = 600 mm). Auflager und Lastschneiden (Rollen) liegen gleichmäßig am Balken an. Die Last wird mit konstanter Belastungsgeschwindigkeit bis zum Bruch gesteigert.
Der Versuchskörper zeigt bis zum Bruch keine mit bloßem Auge erkennbaren Verformungen. Über die im Film parallel mitlaufende FEM-Simulation werden Spannungsverläufe sichtbar.
Versuchsablauf und FEM-Simulation: rote Flächen bedeuten Druckspannungen, blaue Flächen Zugspannungen. Die berechneten Risse entsprechen Mikrorissen, die auch im realen Betonprisma entstehen, aber mit bloßem Auge nicht sichtbar sind.